Die französische Aktiengesellschaft LVMH – Moët Hennessy und Louis Vuitton S.A. – ist ein Luxuskonzern, zu dem weltweit 60 unterschiedlichsten Luxusmarken gehören. Diese Marken werden in über 3.700 eigenen Stores verkauft. Mit einem Umsatz von über 30 Milliarden Euro (2014) ist LVMH der größte Luxus-Konzern weltweit.

In den letzten 17 Jahren hat LVMH mehrere bekannte Uhrenmarken übernommen, die aber weiterhin unter eigenem Namen vertrieben werden: TAG Heuer, Bulgari, Zenith, Hublot etc.

Geschichte von LVMH

Die unternehmerische Verbindung ist im September 1987 entstanden, durch die Fusion der beiden Unternehmen Moët Hennessy und Louis Vuitton. Die beiden Vorstände Alain Chevalier von Moët Hennessy und Henry Racamier des Unternehmens Louis Vuitton befürchteten zu dieser Zeit eine feindliche Übernahme. Der jetzige Konzern setzt sich aus den beiden Traditionsmarken zusammen.

Louis Vuitton, das seit dem Jahr 1854 Taschen und Koffer herstellt, sowie Moët et Chandon, der Champagnerhersteller seit dem Jahr 1743 und der Cognacersteller Hennessy, der seit dem Jahr 1765 für den hochwertigen Cognac sorgt. Die beiden Konzerne Moët und Hennessy hatten sich bereits im Jahr 1971 zu Moët Hennessy verbunden. Chevalier wurde bei der Verbindung LVMH zum Präsidenten gewählt, zum Stellvertreter wurde Racamier gewählt.

Diors, Bulgari & Co.

In den darauffolgenden Jahren ist es immer mehr zu Auseinandersetzungen über den Betrieb der Unternehmensverbindung gekommen und Henry Racamier fühlte sich zunehmend dominiert und hat sich aus diesem Grund an den französischen Unternehmer Bernard Arnault gewandt, der bereits seit 1985 die Christian Dior S.A. gehörte.

Das Parfümgeschäft Diors ist bereits im Jahr 1968 von Moët et Chandon übernommen worden. Damit Racamier seine Position stärken konnte, sollte Arnault Anteile von LVMH übernehmen. Chevalier hat sich 1988 an den britischen Spirituosen Konzern Guinness gewandt, der einen Anteil von 12 % gegen den gleichen Anteil von Moët Hennessy übernahm. Abgesehen von den Hermes Anteilen, welche das Unternehmen LVMH aufkaufte, übernahm man im Jahr 2011 die italienische Schmuck- und Uhrenmarke Bulgari.

Im Jahr 2012 kam dann noch der britische Herren Maßschneider Arny`s sowie den Lederwarenhersteller Les Tanneries Roux aus Frankreich mit hinzu. Im Jahr 2013 wurde auch noch die Aktienmehrheit an den italienischen Hersteller von Kaschmir Loro Piana übernommen, der für zwei Milliarden Euro gekauft werden konnte.

LVMH Uhrenmarken

Das Geschäft mit Luxusartikeln beschränkt sich nicht nur auf Wein, Spirituosen, Mode und Lederwaren. Schmuck und Uhren sind ebenfalls ein wichtiges Standbein bei dem französischen Konzern. Der Grundstein dafür wurde im Jahr 1999 gelegt, als die Marken Dior, TAG Heuer, Zenith, Fred und Chaumet übernommen wurden. Für noch mehr Luxus stehen die beiden neuesten Marken: Hublot (2008) und Bulgari (2011).

Damit hat LVMH im Jahr 2014 der 5. größten Marktanteil bei den Uhrenverkäufen eingenommen, was den Umsatz betrifft. Mit einem weltweiten Marktanteil von 4.7% liegt der Konzern nur noch hinter der Swatch Group (Omega, Mido, Blancpain etc.), Richemont (Cartier, IWC, A. Lange & Söhne), Rolex und Fossil.

Bulgari Uhren

Die italienische Luxusmarke Bulgari wurde bereits 1905 in Rom gegründet. Bulgari steht für ausgefallene Damen- und Herrenuhren, sowie Schmuck. Bei den Uhren sind die Serien Bulgari-Bulgari und der Bulgari Tourbillon am bekanntesten. Mit der Kollektion Bulgari OCTO gelang es der Marke ein einzigartiges Design zu schaffen.

Eine Besonderheit bei den Bulgari Uhren sind die verwendeten Edelmetalle und Werkstoffe. Bei den meisten Modelle werden 18 Karat Gold, Platin, Keramik und Magnesium verwendet, um den Uhren noch mehr Eleganz zu verleihen.

Hublot Uhren

Die relativ junge Uhrenmarke Hublot wurde erst im Jahr 1980 in der Schweiz gegründet. Unter dem CEO Jean-Claude Biver wurde 2005 die populäre Reihe Big Bang präsentiert. Im Jahr 2007 folgten dann auch die ersten eigenen Boutiquen. 2008 übernahm LVMH die Anteile von dem Gründer Carlo Crocco. Hublot war 2014 offizieller Zeitnehmer bei der Fussball WM in Brasilien.

TAG Heuer Uhren

Die Schweizer Uhrenmarke TAG Heuer steht für sportliche Chronographen mit Manufaktur-Kaliber. Die Marke wurde 1860 von Edouard Heuer gegründet. TAG Heuer war mit der Erfindung des Schwingtriebs entscheidend an der Chronographen-Entwicklung beteiligt.

Die Serien Carrera und Monaco sind heute die beiden wichtigsten Kollektionen aus dem Hause TAG Heuer. Ebenso bekannt die eigenen Manufaktur-Uhrwerke Calibre 1887 und CH 80. Die Uhrenmarke ging 1996 an die Börse und wurde 1999 von LVMH übernommen.

Hublot Big Bang

Hublot Big Bang von Manuel Rebic (CC BY 2.0)

Zenith Uhren

Mit einer 150-jährigen Geschichte zählt die Schweizer Uhrenmarken Zenith zu den wichtigesten Marken weltweit. Das Unternehmen wurde von Georges Favre-Jacot gegründet. Die Uhrenmanufaktur Zenith wurde 1969 durch das erste automatische Chronographen-Uhrwerk El Primero bekannt. Das El Primero gewann damals das Wettrennen knapp vor Breitling.

Das Automatik-Kaliber El Primero ist die bekannteste Erfindung von Zenith und lässt sich gut mit dem ETA Valjoux 7750 vergleichen. Das El Primero hat eine höhere Schwingung von 36.000 A/h und ist damit etwas hochwertiger.

Weiterführende Links

Anschrift

LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton, a Société Européenne
22, avenue Montaigne
75008 Paris, Frankreich

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