Nato-Strap – Robuste Nylon- und Leder-Armbänder

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Neben dem klassischen Edelstahl-Armband und dem eleganten Lederarmband hat sich das Nato-Armband als Alternative etabliert. Ursprünglich für das Militär konzipiert, haben die robusten Nylon-Armbänder ihren Weg in den normalen Uhrenmarkt gefunden. Gerade die mehrfarbigen Nylon-Armbänder haben in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen, was mit Sicherheit an der bekannten Uhrenmarke Daniel Wellington liegt.

Die markanten Leder-Nato-Armbändern sind bei Taucheruhren und Automatikuhren häufiger anzutreffen. Speziell bei den teuren Luxusuhren Rolex, Omega und Panerai kommt ein schwarzes oder braunes Nato-Lederarmband gut zur Geltung. Hier erfährst du alles zur Geschichte, Unterschiede zwischen Nato- und Zulu-Armband bis hin zum populären James-Bond-Armband.

Das Nato-Armband

Erst 1973 führte das britische Militär ein speziell gefertigtes Armband als Nato-Band oder G10-Armband (engl. NATO Strap Band) ein. Das Material der Armbänder nannte sich Ballistic Nylon und war während des Zweiten Weltkriegs ursprünglich für Schutzwesten entwickelt worden. Es sollte die Soldaten im Flugzeug vor herumfliegenden Splittern explodierender Flakgranaten schützen. Es ist ein Gewebe aus schwerem Nylongarn, dass in einer besonderen Struktur gewebt wird; Kette und Schuss bestehen jeweils aus zwei bis drei Garnfäden. Im Lauf der Zeit wurden viele Artikel aus diesem Material gefertigt: Gepäckstücke, Werkzeuggürtel, Gürtel für die Polizei, Motorradjacken, Messerscheiden und eben Armbänder für Uhren und Chronographen.

Für das Militär sind normale zweiteilige Armbänder nachteilig. Bleibt im Einsatz der Soldat mit der Uhr hängen, kann das Armband am Gehäuse abreißen und die Uhr geht verloren. Der Schwachpunkt sind die Federstege (die kleinen, etwas zusammendrückbaren Stifte) , mit denen die Armbandteile an den Bandanstößen der Uhr eingehängt werden. Das Nato-Armband ist einteilig. Es wird zwischen Federsteg und Uhrgehäuse eingefädelt und läuft dann unterhalb des Gehäuses weiter. Auf der anderen Seite wird es dann genauso wieder ausgefädelt. Bleibt man jetzt mit der Uhr hängen und springt ein Federsteg aus seiner Lagerung, so hält der andere Federsteg die Uhr noch immer am Handgelenk.

Vorteile des Nato-Armbands

Wer länger einer Armbanduhr mit einem Lederarmband trägt wird schnell die Nachteile erkennen. Die schöne Optik hat leider den Preis einer geringen Haltbarkeit. Bei einem Lederarmband mit einer Dornschließe ist der Verschleiß noch größer. Ein hochwertiges Lederarmband mit Butterfly-Verschluß ist relativ teuer und nutzt sich auch ab. Jeglicher Wasserkontakt sollte zudem vermieden werden.

Ein robustes Edelstahlarmband hält deutlich länger und nutzt sich kaum ab. Der Dreck und Verunreinigungen lassen sich mit Seife und Handbürste schnell entfernen. Der Größte Minuspunkt ist das Gewicht, dass im Alltag durchaus störend sein kann.

Custom Seiko mit grauem Nylon-Natoarmband

Custom Seiko Samurai „Black Tie“ von Shane Lin (CC BY-NC 2.0)

Deutlich leichter und dennoch haltbar sind die Nato-Armbänder. Die stabilen Nylon-Natoarmbänder halten Wasser problemlos stand. Dank der Konstruktionsweiße wirst du die Uhr nicht verlieren und Abnutzungserscheinungen sind minimal. Bei Leder-Natoarmbändern ist eine gewisse Abnutzung nicht von der Hand zu weißen, wobei die Armbänder meistens von Haus aus einen Vintage- bzw. Retro-Look haben. Für ca. 20 bis 30 Euro erhälst du ein tolles Leder-Natoarmband, mit dem du deiner Uhr einen komplett neuen Look verleihst.

3-Ringe und 5-Ringe Nato Armband

Das Natobands wird unterhalb des Gehäuses platziert und ist verschiebbar. Der Verschluß bei den Natobändern ist eine einfache Dornschließe, sowie zwei Bandhalter (Keeper), mit denen das offene Ende des Armbands fixiert wird. Man spricht deshalb von einem 3-Ring Nato-Armband oder 3-Ring Nato-Strap, denn die Schließe wird als Ring mitgezählt. Die Ringe sind entweder rechteckig und haben einen flachen Querschnitt oder sind groß und rund geformt. Bei einer angelegten Uhr sitzt die Schließe, wie auch bei einem zweiteiligen Armband, bequem mittig unter dem Handgelenk.

Mit dem 5-Ring Nato-Strap wird eine zusätzliche Sicherung des Armbands erreicht. Dort wo bei dem 3-Ring-Armband jeweils nur ein Ring verwendet wird, sind beim 5-Ring-Armband jeweils 2 Ringe vorzufinden. Wegen dieser zwei zusätzlichen Ringe spricht man von einem 5-Ringe Armband; selten sind Varianten mit nur vier Ringen. Hier sitzt bei einer angelegten Uhr die Schließe mehr seitlich am Handgelenk. Dies lässt die Uhr zusätzlich größer und auffälliger wirken.

NATO-Armband aus Leder

In der Regel sind Natoarmbändern aus Nylon oder einem robusten Material gefertigt. Schließlich geht es in erster Linie darum, dass die Uhr nicht verloren geht. Wer von uns robbt von uns durch Dreck oder setzt seine Uhr ähnlich hohen Belastungen aus? Wohl kaum jemand. Im Alltag geht es viel stärker um die Optik als um den Schutz vor Verlust. Mit einem Nato-Lederarmband gelingt dir genau diese optische Aufwertung. Gerade bei Taucheruhren, Einsatzuhren und Fliegeruhren passt ein Natoarmband aus Leder perfekt dazu. Ein dunkelbraunes oder schwarzes Leder-Natoarmband harmoniert am besten mit dem markanten Style dieser Uhrentypen.

Länge, Breite und Farben

Nato-Uhrbänder sind mit einer Länge von 24 bis 30 cm erhältlich. Wobei ich eine Länge von mindestens 27 cm empfehlen kann, um am Ende genügend Material zu haben, dass unter dem letzten Ring verstaut wird. Die Armbänder gibt es in den üblichen Breiten 18 mm, 20 mm, 22 mm und 24 mm. Ein typisches Nylon-Natoband ist zwischen 1 mm und 1,2 mm dick. Bei Nato-Armbändern aus echtem Leder wir häufig eine Dicke von 1.5 bis 2.5 mm erreicht.

Da sich Nylon früher schwer färben ließ, waren die Armbänder, auch aus Gründen der Tarnung, in dunklen Farben gehalten. Sie waren meist einfarbig oder mehrfarbig längs-gestreift. Heute sind alle erdenklichen Muster, Farben und Variationen möglich. Hier eine Liste der beliebtesten Farben und Muster:

  • Einfarbige Armbänder in Schwarz, Grau, Olivgrün, Braun oder Beige
  • Schwarz-Grau-Schwarz-Grau-Schwarz – bekannt als James-Bond-Armband
  • Rot-Weiß-Blau
  • Blau-Weiß-Blau

Stand der Technik ist heute, dass die Löcher und Armbandenden mit einem Laser geschnitten werden. Dadurch werden die Faserenden verschweißt und können nicht mehr mit der Zeit ausfransen.

Das Zulu-Armband

Nato- und Zulu-Armbändern werden gerne verwechselt, dabei gibt es klare Unterschiede. Zulu-Armbänder werden oft als Heavy-Duty Nato, HC Nato oder Extreme NATO Bänder bezeichnet. Der Name geht auf die Marke Zulu zurück, die von dem amerikanischen Unternehmen Maratac Inc. vertrieben wird.

Allgemein gilt: Das Zulu-Armband ist die auffälligere Variante des Nato-Armbands. Die Ringe sind größer, haben eine ovale Form und einen größeren, runden Querschnitt. Es gibt natürlich die 3-Ringe und die 5-Ringe Variante. Profi-Taucher sollen als erste solchen Armbänder getragen haben und irgendwie finde ich, machen sie Unterwasser auch Sinn. Und während der Kunde bei Nato-Armbändern noch die Möglichkeit hat, Modelle mit einem gewissen Understatement zu wählen, kann und will er mit solchen Zulu Watch Strap’s einfach nur auffallen.

Weitere Durchzugs-Armbänder

Neben Nato- und Zulu-Armbändern gibt es noch eine Reihe schlichter Armbänder mit einem identischen Verwendungszweck. Dabei handelt es sich um einfache Durchzugsarmbänder ohne Sicherung gegen Verrutschen. Bei einem Durchzugsarmband wird das Armband, wie der Name schon verrät, unter dem Gehäuse durchgezogen.

Die US Army und die britische Royal Air Force (RAF) verwendet solche schlichten Nylon-Armbänder. Oft ist bei diesen der Bandhalter ein breiter Streifen aus dem gleichen Material wie das Armband. Die Braided-Bänder werden aus geflochtenem Perlon hergestellt. Die Struktur dieser Bänder ist so großporig, dass der Dorn der Schließe einfach durch das Gewebe hindurch gesteckt werden kann. So gibt es viel mehr Möglichkeiten, das Armband auf das Handgelenk einzustellen. Dass diese Armbänder keine Löcher für den Dorn der Schließe haben, verleiht ihnen eine sehr elegante Wirkung. Bei diesen Bändern findet man häufig zwei schmalerer Bandhalter aus dem gleichen Material. Während der Bandhalter, der der Schließe näher ist mit dem Armband vernäht ist, ist der zweite frei verschiebbar.

Das James Bond Armband

Das einzig wahre und echte James Bond Armband wurde von Sean Connery in dem Bond-Film „Goldfinger“ von 1965 getragen. Es war ein einfaches Durchzugsarmband mit einem breiten Bandhalter. Drei marineblaue/schwarze Streifen wechselten sich mit zwei olivgrünen Streifen gleicher Breite ab. Die olivgrünen Streifen werden durch je zwei sehr schmale Streifen in Burgunderrot eingefasst. Sean Connery und der Requisite damals hatten aber wohl wenig auf die Breite des Armbands geachtet, denn das auf den Fotos zu sehende Armband ist für die Uhr viel zu schmal. Bestes britisches Understatement eben.

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Letzte Aktualisierung am 20.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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