Die Schweizer Uhrenmarke Omega wurde 1848 in La Chaux-de-Fonds von Louis Brandt gegründet und blieb mehrere Generationen im Familienbesitz. 1930 gründete Omega zusammen mit Tissot die SSIH und seit 1983 ist die SSIH Teil der Swatch Group (früher SMH).

In den 40er und 50er Jahren entstanden die wichtigsten vier Kollektionen von Omega, die seitdem ständig weiterentwickelt werden: Constellation, Seamaster, Speedmaster und De Ville. Die Speedmaster Professional wurde auch mit auf die Apollo-11-Mission genommen und als „Moonwatch“ bekannt.

Seit 1999 sind die Uhrwerke von Omega mit der innovativen Co-Axial-Hemmung ausgerüstet. Seit 2007 produziert Omega wieder eigene automatische Kaliber. 2012 wurde das automatische Chronographen-Kaliber 3313 präsentiert. Omega ist die größte Marke in der Swatch-Group und erzielt schätzungsweise knapp 3 Milliarden Franken Umsatz im Jahr.

Omega Herrenuhren

In der über 165-jährigen Geschichte von Omega haben zahlreiche Kollektionen das Licht der Welt erblickt. Die vier erfolgreichsten Serien wurden zwischen 1947 und 1967 lanciert und wurde von Omega in den letzten 15 Jahren wieder kräftig weiterentwickelt.

Die vier bekanntesten Uhren-Kollektionen für Herren von Omega:

  • De Ville: Eleganter Armbanduhren mit Edelmetallen und Komplikationen bis hin zum Tourbillion. Umfasst die Serien Tourbillon, Prestige, Tresor, Hour Vision und Ladymatic.
  • Speedmaster: Sportliche Chronographen der Serie Moonwatch mit Tachymeter auf der Lünette. Weitere Serien sind die Mark II, Speedmaster 57, Speedmaster 38, Racing, Solar Impulse HB-SIA, X-33 Regatta, Skywalker X-33 und Spacemaster Z-33.
  • Seamaster: Sportliche Taucheruhren und Chronographen mit breiter Drehlünette, wuchtigen Zeigern und runden Indizes. Zur Kollektionen zählen außerdem die Aqua Terra Uhren, Seamaster 300, Railmaster, Planet Ocean 600 m, Seamaster 1948, Bullhead und Ploprof 1200 m
  • Constellation: Ausgefallene Uhr mit Krappen an den Gehäuseseiten, zwei Halbmoden und einem fließenden Übergang von Gehäuse zu Armband. Die Zifferblätter haben ein seidenähnliches Muster.
  • Globemaster: Modische Armbanduhren mit geriffeltem Gehäuserand, Zifferblatt mit Sonnenschliff, Lederarmband und als Chronometer zertifiziert
  • Specialities: Besondere und limitierte Modelle.

Omega Seamaster Uhren

Im Jahr 1948 präsentierte Omega die populäre Seamaster Uhr. Zum 100-jährigen Jubiläum gelang Omega eine sportliche und robuste Armbanduhr. Der Designer René Bannwart, gründete später die Marke Corum. Die Chronometer-Versionen hatten das neue Automatikkaliber 28.10 RA RG-343.

Omega Constellation Uhren

Die nächste wichtige Kollektion bei Omega war die Serie Constellation. Im Jahr 1952 erschien der erste Constellation-Chronometer. Die äußerst genauen Armband-Chronometer erzielten zahlreiche Genauigkeitsrekorde. Die außergewöhnliche Genauigkeit zeigte sich auch daran, dass 100.000 aufeinanderfolgende Modelle ein offizielles Chronometer-Zertifikat erhielten.

Die Omega Constellation wird auch heute wieder hergestellt. Das Design der Uhren wurde jedoch über die Jahre hinweg stark verändert. Charakteristisch für die aktuellen Modelle Constellation Manhattan ist aber immer noch der Krappen-Griff, der bereits vor 30 Jahren lanciert wurde.

 Omega Speemaster Uhren

Der nächste Meilenstein von Omega wurde 1957 vorgestellt. Die Omega Speedmaster hatte in der ersten Version eine 39 mm Edelstahlgehäuse mit Tachymeterskala, ein schwarzes Zifferblatt und ein klassischen Uhrenarmband aus Edelstahl. Der sportliche Chronograph war äußerst robust und zuverlässig.

1962 startete die NASA ein umfangreiches Testprogramm für mechanische Armbanduhren. Es wurde eine Uhr für die Crew der Apollo-11-Mission gesucht. Die Omega Speedmaster hielt den extremen Tests stand und wurde 1965 die offizielle Uhr der US-amerikanischen Weltraum-Mission.

Als 1969 Neil Armstrong auf den Mond landete war seine Speedmaster Professional mit dabei. Die Mond-Crew bestätigte die Vorzüge der mechanischen Chronographen. Die Armbanduhr wurde daher später auch als „Moonwatch“ bekannt.

Omega De Ville Uhren

1963 wurde bereits die Omega Seamaster De Ville vorgestellt. Die ersten Modelle der eigenen Serie De Ville wurden dann 1967 präsentiert. Die Kollektion De Ville wurde schnell zur stärksten Kollektion bei Omega, die durch ihre Eleganz überzeugte. Die rechteckige De Ville hat eine sehr flaches Handaufszugs-Kaliber 620.

Die De Ville Uhren überzeugen auch heute noch durch ihre zeitlose Eleganz. Inzwischen haben die Uhren ein rundes Gehäuse und sind in vielen Variationen erhältlich. Omega bietet zudem spezielle Partner-Kombinationen an. Herrenuhr und Damenuhr haben das gleiche Design und unterscheiden sich nur von den Abmessungen.

James Bond Uhren

In den 90er Jahren wechselte James Bond von der Rolex Submariner zu Omega. Im Jahr 1995 rüstete Omega Pierce Brosnan mit einer Omega Seamaster Professional 300 (2541.80.00) im Film GoldenEye aus. In den nächsten drei James-Bond-Filmen (Tomorrow Never Dies, The World Is Not Enough, Die Another Day) mit Pierce Brosnan lieferte Omega dann die Seamaster Professional Chronometer (2531.80.00).

Seit 2006 ist Daniel Craig James Bond und auch er wird mit den Zeitmessern von Omega ausgerüstet. In den drei erschienen Filmen (Casino Royale, Quantum of Solace, Skyfall) trägt James Bond insgesamt 6 verschiedene Omega-Modelle.

Alle James Bond Uhren

Omega Geschichte

Die Geschichte von Omega reicht bis ins Jahr 1848 zurück. Damals gründete der Schweizer Louis Brandt in La Chaux-de-Fonds einen Uhrenbetrieb. Ab 1877 stiegen seine Söhne Luis Paul und Cèsar mit ins Unternehmen „Louis Brandt & Fils“ ein. Zu dieser Zeit wurde das Manufaktursystem mit eingeführt und in Biel wurde eine moderne Fabrik aufgebaut. Ab 1889 führte das Schweizer Uhrenunternehmen bereits 600 Mitarbeiter und stellte 100.000 Uhren jährlich her.

Ein bedeutendes Jahr war 1894. Damals wurde das 19-liniege Taschenuhrkaliber Omega vorgestellt, dass äußerst wartungsfreundlich war. Der Kalibername Omega sollte aber erst 1947 auch Teil des Firmennamens werden.

Im Jahr 1900 stellte Omega die ersten Armbanduhren her, die als Feldausrüstung für Soldaten gedacht waren. Nachdem 1903 die beiden Brandt-Söhne starben übernahm deren drei Söhne Gustave, Adrien und Paul-Emile die Firmenleitung. Auch während des 1. Weltkriegs lieferte Omega präzise Armbanduhren für britische und US-amerikanische Truppen.

SSIH mit Tissot und Lemania

Unter der Leitung des Triumvirats erarbeitete Omega sich in den 1920er einen erstklassigen Ruf mit der Herstellung präziser Sport-, Flieger- und Tauchernuhren. Ab 1925 begann dann die Zusammenarbeit mit dem Uhrenhersteller Tissot. 1930 wurde dann gemeinsam die SSIH-Gruppe (Société Suisse pour l’Industrie Horlogère) in Genf gegründet, zu der sich 1932 der Werkehersteller Lemania gesellte.

Im selben Jahr wurde Omega zu ersten mal offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele in Los Angeles. 1947 konnte Omega als erster Schweizer Hersteller einen Tourbillon für Armbanduhren vorstellen.

Quarzkrise und SMH

Ab Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre wurde Omega schwer von der Quarzkrise getroffen. Obwohl Omega selbst zu den Pionieren der elektronischen Zeitmessung gehörte, wurde Omega von den billigen Multifunktionsuhren aus Asien stark getroffen.

So schrieben im Jahr 1981 sowohl die SSIH, als auch die in Biel ansässige ASUAG riesige Millionenverluste. 1983 wurden die beiden Gruppen unter der Führung von Nicolas G. Hayek zur SMH (Sociéte Suisse de Microélectronique et d´Horlogerie) verschmolzen, die seit 1998 als Swatch Group bekannt ist.

Marke Omega Heute

Als Flaggschiff-Marke bei der Swatch Group konnte sich Omega in den letzten Jahren prächtig entwickeln. Dies ist hauptsächlich den vier Hauptkollektionen Seamaster, Speedmaster, De Ville und Constellation zu verdanken. Ein weitere Säule des Erfolgs sind die geschickt gewählten Markenbotschafter von Omega. Neben James Bond zählen auch Cindy Crawford, George Clooney und Nicole Kidman zu den Omega-Botschaftern.

Daneben zählen die eigenen Flaggship-Stores, Boutiquen und das Händlernetz zu den Erfolgsfaktoren von Omega. Mit jährlich etwa 750.000 verkauften Uhren und einem durchschnittlichen Preis der sich den 5.000 Franken nähert zählt Omega zu den umsatzstärksten Uhrenmarken weltweit.

Omega Uhren Logo

Eigene Omega-Kaliber

Omega war seit 1983 Teil der Swatch Group und konnte daher bequem auf die zuverlässigen ETA-Uhrwerke zurückgreifen. Um die Marke weiter auszubauen entschloss sich Omega ab der Jahrtausendwende die eigene Manufaktur-Kompetenz wieder aufzubauen.

Unter Nicolas G. Hayek wurde das Automatik-Kaliber 8500 im Jahr 2007 präsentiert:

  • Automatikuhrwerk mit Co-Axial-Hemmung
  • COSC-geprüfter Chronometer
  • 29 mm Durchmesser und 5,5 mm Höhe
  • 25.200 A/h, 60 Stunden Gangreserve, 39 Steine und 202 Bauteile

Im Jahr 2012 wurde dann das hauseigene Chronographen-Kaliber 3313 präsentiert, dass auf dem Frédéric Piguet 1185 von Blancpain basiert:

  • Automatikuhrwerk mit Co-Axial-Hemmung
  • COSC-geprüfter Chronometer
  • 27,6 mm Durchmesser und 6,85 mm Höhe
  • 28.800 A/h, 52 Stunden Gangreserve und 37 Steine

Omega Co-Axial-Hemmung

Bereits in den 1970er Jahren erfand der engländische Uhrenmacher George Daniels die Co-Axial-Hemmung. Er versuchte die Erfindung knapp 2 Jahrzente zu verkaufen, bis 1993 Nicolas G.Hayek die Technik erwarb und Daniels engagierte.

Die Co-Axial-Hemmung wurde weiterentwickelt und erlange 1999 Serienreife. Omega stellte die De Ville Co-Axial vor. Die Co-Axial-Hemmung ist inzwischen in allen Omega Kalibern (8500, 9300, 8520 etc.) verbaut.

Die Co-Axial-Hemmung verringert die Reibung zwischen Anker und Hemmungsrad und die Uhr muss deshalb weniger geölt und gewartet werden. In dem Omega Co-Axial Video erklärt Omega eindrucksvoll die Funktionsweise der Co-Axial-Hemmung. Das Video ist gut verständlich und zeigt außerdem die schönen Omega-Manufakturkaliber.

Blaue Omega Aqua Terra mit Lederarmband

Blaue Omega Aqua Terra mit Co-Axial-Hemmung von Shane Lin (CC BY-NC 2.0)

Omega Uhren kaufen

Qualität kostet bekanntlich Geld und bei Omega Uhren beginnt das Vergnügen bei etwa 3.000 Euro. Limitierte Modelle bewegen sich deutlich im vierstelligen Bereich. Eine Omega Uhr ist eine langfristige Investition und es lohnt sich den Zeitmesser beim Händler vor Ort. Schließlich möchtest du die Armbanduhr spüren, sehen und fühlen, bevor du die Uhr kaufst. In unserem Online-Shop möchten wir jedoch einige der schönsten und beliebtesten Modelle vorstellen.

Weiterführende Links und Quellen

Bild: Custom „Blue Moon“ Omega Speedmaster von Shane Lin (CC BY-NC 2.0)

Anschrift

Omega SA
Jakob Stämpflistr. 96
CH-2500 Bienne 4, Schweiz
Tel +41 32 343 92 11
Fax +41 32 343 93 29

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