Die Mido SA ist ein Schweizer Uhrenhersteller und Teil der Swatch Group. Mido-Uhren werden in 50 Ländern von über 2.500 offiziellen Händlern verkauft.

Mido stellt mechanische Automatikuhren und Chronographen her. Da Mido Teil der Swatch Group ist, werden die zuverlässigen und robusten ETA-Kaliber verwendet. Zu den aktuellen Kollektionen zählen die Serien Commander, Multifort, Baroncelli und All-Dial, die Herren- und Damenuhren umfassen.

Die hochwertigen Uhren der Marke stehen für beste Swiss Made Qualität. Die Zeitmesser mit Quarzuhrwerk sind bereits ab etwa 500 Euro erhältlich. Automatikuhren sind etwas teurer und bewegen sich im vierstelligen Bereich.

Aktuelle Mido Uhren

Das zeitlose und klassische Design der Mido Uhren findet sich in allen aktuellen Kollektionen wieder. Die Serie Multifort feiert bereits ihr 80 jähriges Bestehen und auch der Mido Ocean Star ist seit 55 Jahren bei Uhrenliebhabern begehrt. Aktuell werden von Mido 6 Uhren-Kollektionen mit Armbanduhren angeboten:

  • Belluna: Modische Uhren mit Sonnenschliff auf dem Zifferblatt und Datumsanzeige.
  • Baroncelli: Klassische Armbanduhren mit feinen Zeigern und Indizes. Einzelne Modelle mit dezentraler Sekunde und kleiner Datumsanzeige bei 3 oder 4 Uhr.
  • Commander: Ausgefallene Uhren mit breiten Zeigern und Ziffern und Mido Kaliber 80 Automatikuhrwerk.
  • Ocean Star: Moderne Taucheruhren mit zweiter Zeitzone auf dem schrägen Zifferblattrand und sportliche Uhren mit Taucheruhren-Design.
  • Multifort: Sportliche Uhren mit Gangreserve-Anzeige, Glasboden und Zifferblatt mit Streifen-Schliff.
  • Rainflower: Modische Damenuhren mit verziertem Zifferblatt und roségoldenem Gehäuse.

Mido Ocean Star

Ocean Star ist eine der bekanntesten und ältesten Kollektionen aus dem Hause Mido. Die Taucheruhren haben ein sportliches Design mit der typischen Mido-Eleganz. Ein gutes Beispiel ist die Mido Ocean Star Captain IV Taucheruhr. Das fein gemusterte Zifferblatt harmoniert bestens mit den großen Leuchtzeigern und den applizierten Indizes. Die Drehlünette hat die charakteristische Minuten-Skala. Das Inlett der Drehlünette hat die gleiche Farbe wie das Zifferblatt. Der rote Sekundenzeiger setzt einen schönen Akzent und verleiht der Taucheruhr mehr Stil.

Mido Multifort Uhren

Die bekannteste Serie ist die Multifort-Kollektion. 1934 war es die erste Automatikuhr, die zugleich stoßsicher, antimagnetisch und wasserdicht war. Die Serie wurde 2009 neu aufgelegt. Die Serie umfasst insgesamt 15 Herrenuhren, zu denen 5 Chronographen und 10 klassische Uhren zählen.

Die klassische Herrenuhr hat ein 38 bzw. 42 mm großes Edlestahlgehäse und zeigt neben der Zeit das Datum bei 3 Uhr an. Bei den meisten Modellen wird außerdem der Wochentag angezeit, was auf das solide ETA 2836-2 Kaliber zurückzuführen ist.

Die fünf Chronographen der Serie haben ein 44 mm großes Edelstahlgehäuse. Vier Chronographen vertrauen auf das Mido Kaliber 1320, dessen Basiskaliber das legendäre Valjoux 7750 ist. Die Sonder-Versionen mit 4 Drückern und dem Mido-Kaliber 60 sind COSC zertifizierter Chronometer. Preislich bewegen sich die Uhren zwischen 600 und 1.500 Euro.

Mido All-Dial Kollektion

Bereits 2002 erschien die Serie All-Dial, die wie keine andere das klassische Design von Mido verkörpert. Momentan sind 12 Modelle der All-Dial Kollektion erhältlich. Dazu zählen neben den drei Damenuhren auch 9 Herrenuhren. Von den fünf klassischen Herrenuhren hat eine Variante ein 38 mm Gehäuse, die anderen vier Uhren 42 mm. Diese fünf Uhren zeigen außerdem das Datum mit Wochentag an.

Daneben verkörpern auch drei Herren-Chronographen das eleganten Mido-Design in der All-Dial Kollektion. In den Chronographen wirkt das Mido Kaliber 1320 (Basis ETA 7750). Eine moderne Uhr mit Vollkalender und Mondphasen-Anzeige und eine Taucheruhr mit Heliumventil runden die Serie ab.

Mido Commander Uhren

Die 13 Modellen der Mido Commander-Serie orientieren sich stark an dem Design der Mido Ocean Star. Die neuen Commander II Modelle sind mit 40 mm Gehäusedurchmesser, bzw. 42,5 mm bei den beiden Chronographen, etwas größer als die Vorgänger. Das hochwertige 316L-Edelstahl und beidseitig entspiegeltes Saphirglas deuten auch auf die hohen Qualitätsstandards bei Mido hin.

Die Mido Commander Chronographen sind nicht nur äußerst schick, und dank des 22 mm breiten Lederarmbands mit Kroko-Prägung und Faltschließe auch angenehm zu tragen. Besonders gut gefällt mir das Modell mit roségoldfarbenen Akzenten und Edelstahlgehäuse, dass ebenfalls eine Beschichtung in Roségold trägt. Swiss Made Qualität zu einem erschwinglichen Preis von 1.500 bis 2.000 Euro für die Chronographen ergeben ein hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mido Baroncelli Uhren

Zu der Mido Baroncelli Serie zählen 19 Damenuhren,14 Herrenuhren, 8 Uhren mit Komplikationen und zwei Uhren der Teil-Serie Baroncelli Tonneau mit kissenförmigen Gehäuse. Die Herrenuhren haben ein 38 bzw. 39 mm großes Gehäuse. Es gibt Varianten mit kleiner Sekunde, Zentralsekunde, Datum auf 3 Uhr und mit Datum auf halb 5 Uhr.

Wer zusätzliche Anzeigen wünscht wird bei den 8 Baroncelli Modellen mit Komplikation fündig. Hier sind neben den obligatorischen Chronographen auch Uhren mit Ganganzeige, zweiter Zeitzone und Vollkalender sowie Mondphasen-Anzeigen. Die Baroncelli-Serie bewegt sich preislich zwischen 500 und 2.000 Euro.

Mido Automatik-Uhrwerke

Die Automatikwerke von Mido unterliegen strengen Qualitätskriterien. Jedes Werk hat eine hochwertige Nivaflex Feder und wir in mindestens 3 Positionen reguliert. Die Schwungmassen sind mit einem schönen Genfer Streifenschliff versehen, auf dem Mido-Logo eingraviert ist.

Dank des Sichtfenster im Boden der Uhren sind die gebläuten Schrauben des Uhrwerks zu bestaunen. Mido bietet etliche Modelle zusätzlich als zertifizierte Chronometer an, die ein höhere Ganggenauigkeit aufweisen.

Mido Kaliber 60 und 80 COSC

Die beiden Kaliber wurden speziell von der Swatch Group für Mido hergestellt. Das Automatik-Kaliber für Chronographen Mido 60 (Basiskaliber ETA A05H31) hat 60 Stunden Gangreserve. Das Kaliber 80 COSC (Basis ETA C07.621 3-Zeiger Automatikwerk) bietet bis zu 80 Stunden Gangreserve und ist dank der hohen Ganggenauigkeit ein von der COSC zertifizierter Chronometer.

Mido Commander II mit Kaliber 1320

Mido Commander II mit Kaliber 1320

Geschichte von Mido

Der Schweizer Uhrmacher Georges Chaeren gründet 1918 die Firma MIDO G. Schaeren & Co. Der Name Mido leitet sich vom spanischen „Yo mido“ (ich messe) ab. In den 20er Jahren produziert das Unternehmen dann viele innovative Uhren und Schmuckuhren im Art Déco Stil. 1924 kommt der Bruder Henri als kaufmännischer Direktor von Omega zu Mido.

Ab den 1930er stellte Mido Uhren in Form von eines Auto-Kühlergrills her. Es wurden Uhren für die Marken, Bugatti, Excelsior, Chevrolet, Buick und Peugeot hergestellt. Im Jahr 1934 präsentierte die Multifort. Multifort war die erste Automatikuhr die zugleich stoßsicher, wasserdicht und antimagnetische war. Die klassische Herrenuhr wurde vor wenigen Jahren wieder neu aufgelegt und genießt bei Uhrenliebhabern größte Beliebtheit.

Multi-Center Chronograph und mehr Qualität

1943 erschien der Multi-Center Chronograph, bei dem die Stunden, Minuten und Sekunden alle zentral angeordnet sind. Der Chronograph hatte ein modifiziertes Valjoux VZ 1300 Kaliber. 1946 wurde in Biel eine Fabrik übernommen, bei der neue Qualitätsstandards gesetzt wurden. Es wurde zum ersten mal eine Temperaturkontrolle eingerichtet und die Luft mit einer Entstaubungsanlage verbessert.

Powerwind und Ocean Star

Die nächste Innovation gelang Mido 1954 mit dem Powerwind-Wickelsystem, dass die Gangreserve und Zuverlässigkeit der Uhren erhöhte und gleichzeitig nur noch 7 statt bisher 17 Bauteile benötigte.

1959 lancierte das Unternehmen die Ocean Star mit Monocoque-Gehäuse (Einschalengehäuse), dass aus nur einem Stück gefertigt wird und keinen abnehmbaren Deckel hat. Die Krone wurde außerdem mit Naturkork abgedichtet. Damit war das Aquadura-Dichtungssystem geboren, und es wurde auch die letzte Schwachstelle der Wasserresistenz eliminiert.

Das Design der Ocean Star wurde auf die aktuelle Kollektion Commander nahezu unverändert übertragen. In dieser Serie finden sich inzwischen auch hochwertige Modelle mit Gold-Gehäuse und von der COSC zertifizierte Chronometer.

Mini-Mido und ASUAG

Im Jahr 1967 wurde die Mini-Mido lanciert. Es war die kleinste Automatikuhr, die je am Fliessband hergestellt wurde und zugleich wasserdicht, stoßfest und antimagnetisch. Im Zuge der Quarzkrise schloss sich Mido bereits 1972 der ASUAG an, die 1985 zur SMH wurde und inzwischen in der Swatch Group aufgegangen ist.

Die 70er Jahre waren für die Uhrenmarke äußert erfolgreich. Es wurden offiziell 29.074 zertifizierte Chronometer hergestellt, was Mido den 2. Platz in der Schweizer Uhrenindustrie einbrachte. Es dauerte bin in die 90er Jahre, bis Mido wieder mit Innovationen auffiel. 1995 wurden die beiden Modelle Bodyguard und Worldtimer vorgestellt. Die Modelle der Bodyguard-Serie zeichnen sich durch ein schrilles Alarmsignal mit über 100 dB aus, und sollen den Träger der Uhr schützen. Die Mido Worldtimer Uhren war die erste analoge Uhr, bei der sich die Zeitzone mit mehrfachen Kronendruck automatisch einstellen lässt.

Reflections of Time

Bereits 1998, zum 80-jährigen Bestehen, wurde ein historisches Multifort Modell vorgestellt, dass sich durch Robustheit und das Originaldesign auszeichnet. Die erste Mido Kollektion „Reflections of Time“ im neuen Jahrtausend unterstreicht die Besinnung auf alte Ideale. 2002 erschien dann bereits die All-Dial Kollektion, die heute wieder produziert wird. Elegante Linien, feine Zeiger und Indizes sind das Markenzeichen der Serie.

2006 belebte Mido die Baroncelli-Serie wieder, die bereits vor über 30 Jahren erschienen war. Die neue Kollektion war eine klassische Interpretation von Saiteninstrumenten mit zeitlosem Design. Die 2008 ins Leben gerufene Belluna-Serie verkörpert den Geist der Schweizer Uhrenindustrie mit der Inspiration von den Formen der Art-Déco Architektur.

75 Jahre Multifort

Im Jahr 2009 feierte Mido den 75. Jahrestag seiner kultigsten Uhr. Die Multifort wurde 1934 veröffentlicht und wurde zum funktionalen Design-Paradigma von Mido. Die neuen Multifort-Modelle zeigen aber auch Elemente der industriellen Produktion. Züge, Flugzeuge und Stahl-Objekte markieren den Trend in der Gestaltung.

Die Multifort zeigt eindrucksvoll die Philosophie des Schweizer Unternehmens in der Praxis: Die Kombination von zeitlosem Design und einem funktionalen und zuverlässigen Charakter.

Weiterführende Links und Quellen

Anschrift

Mido AG
Chemin des Tourelles 17
2400 Le Locle, Schweiz

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