Geschichte der Tudor Uhren – 1932 bis Heute

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Die Uhrenmarke „The Tudor“ wurde 1926 von Hans Wilsdorf für die Firma „Veuve de Philippe Hüther“ registriert. Die ersten Tudor Uhren werden 1932 für Australien geliefert. Auf dem Zifferblatt steht Tudor, wobei der horizontale Balken des T verlängert ist.

Zu dieser Zeit stellt Tudor Uhren für Herren und Damen her. Die Uhren sind meistens rechteckig, zylinderförmig oder mit abgeschrägten Seiten. Im Jahr 1936 übernimm Wilsdorf die Marke Tudor.

Seit einigen Jahren sind Tudor Uhren wieder stärker im Trend. Das liegt zum einen an der gestiegenen Nachfrage und guten Marktentwicklung der Rolex Uhren. Andererseits hat Tudor die Qualität und das Design der Uhren verbessert und nun eigene Kaliber.

Rolex garantiert Qualität

Bereit bei den ersten Modellen übernimmt Rolex die technische und ästhetische Qualitäts-Garantie für Tudor Uhren. Als 1946 Wilsdorf die „Montres Tudor S.A.“ gründet wird die Zusammenarbeit mit Rolex ausgeweitet. Rolex garantiert weiterhin für die technische und ästhetische Qualität, und verantwortet außerdem die Distribution und den Service für die Tudor Uhren.

Tudor Uhren Logo

Tudor Oyster Prince

1952 lanciert Tudor die Armbanduhr Oyster Prince. Die Tudor Oyster Prince ist für damalige Verhältnisse äußerst robust, zuverlässig und genau. Die aufwendigen Werbekampagnen zeigen Männer bei der Arbeit unter extremen Bedingungen mit einer Tudor am Handgelenk.

Die Tudor Oyster Prince steht für Stil und Persönlichkeit gepaart mit den Ideen von Moderne und Zuverlässigkeit. Die Prince übernimmt zwei hervorragende Technologien von Rolex. Tudor bedient sich dem einzigartigen und wasserdichten Oyster-Gehäuse und dem ursprünglichen Automatik-Uhrwerk mit Rotor.

Durch den Stil und die technischen Vorzüge wurden die Tudor Oyster Prince Uhren auch schnell ein wirtschaftlicher Erfolg.

Vintage Tudor Oyster Prince 1952

Orginal Tudor Oyster 7909 (1952 – © Tudor)

Proof of Robustness

1953 startet Tudor diese Kampagne. Dabei beweist die Oyster Prince ihre Robustheit unter schwierigen Bedingungen:

  • Am Handgelenk eines Kohlebergmanns für 252 Stunden
  • Für 30 Stunden die Schwingungen eines pneumatischen Bohrers
  • Für 3 Monate von einem Steinmetz getragen
  • Einen Monat lang von einem Hochbauer getragen
  • Von einem Motorrad-Rennfahrer über eine Distanz von 1.000 Meilen

Die Tudor Uhren konnten unter allen Bedingungen mit ihrer Präzision und Wasserresistenz überzeugen.

Tudor Advisor Alarmuhr

Zwischen 1957 und 1977 stellte Tudor die Armbanduhren Advisor 7926, 1537 und 10050 her. Die Advisor ist die einzige Tudor Uhr, die mit einem Alarm ausgestattet ist. 2011 wurde die Serie wiederbelebt. Das Gehäuse ist auf 42 mm vergrößert worden und damit ganze 8 mm größer als die Vorgängermodelle.

Tudor Oyster Submariners

1954 hat Tudor den Grundstein für die Erfolgsserie mit den Oyster Submariner Modellen gelegt. Die Taucheruhren von Tudor — angefangen mit der Oyster Prince Submariner 7922 — wurde über die nächsten 45 Jahre kontinuierlich verbessert. Jenes Modell der 7900er Serie hatte ganz subtile Besonderheiten. In der ersten Hälfte der 60er Jahre erschien die Referenz 7928, die durch die runden Kronenflanken zu erkennen ist.

Tudor Oyster Submariner Ref. 7016 - Snowflake (© Tudor)

Tudor Oyster Submariner Ref. 7016 – Snowflake (© Tudor)

Zweite Tudor Submariner Serie

Die zweite Serie der Tudor Submariner erschien zwischen 1969 und 1999. Die Modelle 7016 und 7021 hatten ein neues Automatik-Uhrwerk und neue Zifferblättern. Diese sind mit charakteristischen Indizes und Zeigern ausgestattet, die in Sammlerkreisen „Schneeflocken“ („snowflakes“) genannt werden.

Tudor Militäruhren und Oysterdate

In den 70er Jahren brachte Tudor weitere Varianten der Submariner auf den Markt: Submariner Princess Date, Submariner Prince Oysterdate, Pinrce Oysterdate Mini-Sub und die Princess Oysterdate Lady-Sub. Zu den Trägern der Oyster Submariner zählten auch die US Navy und die französische Marine.

Tudor Oyster Chronograph

Im Jahr 1970 lancierte Tudor den Oyster Chronograph, das erste Modell von Tudor mit Handaufzug. Die Tudor Oysterdate setzte auf farbige Akzente und Indizes in Kombination mit den charakteristischen Fünfecken für die Stunden. Die 1971 erschienene Version „Monte Carlo“ zeichnet sich durch ein blaues Zifferblatt und Lünette aus, und ist bei Sammlern besonders beliebt.

Tudor Oysterdate „Big Block“

Die dritte Serie der Tudor Oysterdate erschien 1976 und trug den Beinamen „Big Block„. Die Chronographen dieser Serie waren die ersten von Tudor mit Automatik-Uhrwerk. Daher kommt auch der Name „Big Block“, da das Gehäuse durch das Automatikwerk etwas dicker wurde. Die Serie wurde auch unter dem Namen „Automatic Chrono Time“ und „Chrono Time“ geführt, da diese Signatur auf dem Zifferblatt sichtbar ist.

Tudor Oyster Chronograph "Big Block" (© Tudor)

Tudor Oyster Chronograph „Big Block“ (© Tudor)

Tudor Oysterdate 79100 Serie

Der Beiname „Big Block“ blieb auch in der 1989 lancierten Serie 79100 erhalten. Die Zifferblätter der Serie waren sehr unterschiedlich. Einige Modelle hatten frei inspirierte Zifferblätter und werden von Sammlern „Exotisch“ genannt. Andere Modelle hingegen setzen auf betonte Schwarz-Weiß– und Silber-Weiß-Kontraste zwischen Zifferblatt und Indizes

4. Serie der Tudor Prince Oysterdate

Mit der Serie 79200, die 1995 präsentiert wurde, hat Tudor das Aussehen des Automatik-Chronographen dezent überdacht. Die imposante Präsenz mit der scharfen Kontur wurde weicher und subtiler und besteht jetzt mehr aus Linien und Kurven. Die Generation erhielt ein neues Zifferblatt mit cremefarbenen Indizes und die Tachymeter-Skala war nun aus schwarzen Aluminium statt Plexiglas. Außerdem wurde die Plexiglass-Linse durch eine aus Zyklopen-Linse aus Saphirkristal ersetzt. Der Tudor Prince Date Chronograph wurde von 1996 bis 2006 produziert.

50 Jahre Tudor Uhren

Die Montres Tudor S.A. feierte 1996 ihr 20-jähriges Bestehen. Die Uhrenmarke hat ihr eigenes Profil gewonnen ist inzwischen eine bekannte Uhrenmarke. Der Verweis auf Rolex wurde allmählich von den Kronen, Armbändern und Gehäusen entfernt. Das Wappen von Tudor ist deutlich auf den Uhren zu sehen und steht inzwischen selbst für Zuverlässigkeit und Robustheit.

Engagement im Motorsport

Mit der Neuausrichtung der Marke im Jahr 2009 hat Tudor sein Engagement in den Motorsport verlagert. Tudor ist offizieller Timing Partner von Porsche Motorsport und Porsche Supercup. Seit 2013 ist Tudor auch Partner von Ducati.

Aktuelle Tudor Kollektionen

Aktuell offeriert 12 Uhrenkollektionen mit Armbanduhren. Dazu zählen die Taucheruhren Tudor Black Bay und die Tudor Pelagos. Sportliche Chronographen findest du in den Serien Fastrider Black Shield und Heritage Chrono. In den Serien North Flag, Glamour und Heritage bietet Tudor elegante Dresswatches an.

Tudor stellt seit 2015 eigene Manufakturuhrwerke her. Diese Hochleistungskaliber habe eine exzellente Präzision und Robustheit. Das Uhrwerk schwingt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und ist als Chronometer zertifiziert.

Das Manufkaturkaliber MT5601 wurde speziell für die Black Bay Bronze entwickelt. Das Kaliber MT5602 tickt in der Black Bay und der Black Bay Dark. In der Tudor Pelagos schlägt das Kaliber MT5612. Das Manufakturkaliber MT5621 wurde für die Tudor North Flag konzipiert.

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