Die ursprüngliche Schweizer Uhrenmarke wurde 1882 im Kanton Thurgau gegründet. 20 Jahre später wurde das Unternehmen nach Deutschland in den Schwarzwald verlegt. 1924 bringt Hanhart Stoppuhren auf den Markt, die dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Der erste Eindrücker-Chronograph mit dem Kaliber 40 und dem roten Drücker erscheint 1938. Die präzisen Chronographen wurden im 2. Weltkrieg von Piloten gerne eingesetzt. Im Bereich der Stoppuhren waren Hanhart in den 1950er und 1960er Jahren führend in Europa und widmet sich der Herstellung mechanischer Stoppuhren.

Die Quarzkrise verändern den Uhrenmarkt und 1992 wird die Marke verkauft. Mit der Neuauflage der Fliegeruhren und Eindrücker-Chronographen gelang der deutschen Uhrenmarke das Comeback, die heute mit den Kollektionen Primus, Pioneer, Racemaster und Classictimer am Start ist.

Hanhart Uhren für Herren

Heute ist die Marke Hanhart noch immer für die Herstellung hochwertiger Stoppuhren bekannt. Die Firma verkauft jährlich ca. 25.000 mechanische und 150.000 elektronische Hanhart Stoppuhren, die vor allem in den Bereichen Motorsport, sportlicher Wettkampf und Labortechnik eingesetzt werden. Vertrieben werden die Uhren weltweit über den Industrie- und Sportfachhandel, über das Internet sowie über autorisierte Juweliere. Auf Anfrage erfolgt die Lieferung auch kalibriert mit einem Zertifikat.

Bis Ende 2015 wurden Chronographen und Stoppuhren in Güterbach angefertigt, seit Beginn 2016 läuft der Vertrieb jedoch über die Hanhart 1882 GmbH, die im selben Jahr die Stoppuhren KG erwarb. Hanhart steht noch immer für hochwertige Produktion und orientiert sich an Werten wie Präzision, Qualität und gute Ablesbarkeit. Wer sich genauer über die Marke und deren Geschichte informieren möchte, der kann im Schwarzwälder Hanhart Museum in Güterbach über 130 Jahre Unternehmenshistorie bestaunen.

Akutelle Hanhart Uhren

Die aktuellen Kollektionen zeichnen sich durch unverwechselbares Design und Präzision aus. Aktuell bietet Hanhart vier Kollektionen mit Herrenuhren an:

  • Pioneer: Chronographen mit Vintage-Deisng, bicompaxer Anzeigeform und einem roten Drücker.
  • Racemaster: Sportliche Chronos mit einem farbigen Ring, auf dem die Minuterie platziert wurde. Design ist an die 1960er und 1970er Jahre angelehnt. Das Lederarmband hat einen Racing-Look.
  • Primus: Markante Chronographen mit progressivem Design. Primus Diver als Taucheruhr für alle Seesportler geeignet.
  • Classictimer: Mechanische Stoppuhren mit dem roten Drücker.

Pioneer Kollektion

Die PIONEER Kollektion basiert auf der Chronographen-Tradition der Marke Hanhart und ist in ihrer Technik und ihrem Design dem historischen Modell nachempfunden, interpretiert dieses aber neu. In dieser Kollektion findet man das Merkmal der deutsch-schweizerischen Uhrenmarke, nämlich den roten Drücker, wieder. Die bicompaxe Anzeige sorgt für gute Ablesbarkeit und auch der große Abstand zwischen Krone und oberem Drücker ist ein Merkmal der Hanhart Armbanduhren.

Die meisten Chronographen haben ein 45 mm Edelstahlgehäuse mit einer Bauhöhe von 16 mm und werden durch das Saphirglas bestens geschützt. Bei abweichender Größe wird dies bei dem jeweiligen Modell erwähnt. Je nach Modell kannst du zwischen einem braunen oder schwarzen Lederarmband, das mit satinierten Nieten versehen ist, wählen. Das klassische und doch moderne Design vereint mit höchster Funktionalität macht diese Kollektion zu einem absoluten Highlight.

Der gewillte Käufer kann insgesamt zwischen 9 Varianten auswählen, die sich wie folgt unterscheiden:

  • Pioneer Twindicator: Automatikuhrwerk HAN4011 , schwarzes Zifferblatt und rote Akzente.
  • Pioneer MonoScope: Umgebautes Automatikwerk HAN4212 mit vergrößertem Drückerabstand und nur einem roten Drücker. Silbernes Zifferblatt.
  • Pioneer TwinControl: Automatikwerk HAN3809 mit asymmetrischer Drückeranordnung.
  • Pioneer MonoControl: Umgebautes Automatikwerk HAN3911 mit einem Drücker und größerem Abstand. 42 mm Edelstahlgehäuse mit geriffeltem Rand und 15 mm Bauhöhe.
  • Pioneer MK I: Umgebautes Automatikwerk HAN3601 mit einem Drücker und größerem Abstand. 40 mm Edelstahlgehäuse, geriffeltem Rand und 15 mm Bauhöhe.
  • Pioneer MK II: Automatisches Chronographen-Werk HAN3703 mit asymmetrischer Anordnung. 40 mm Edelstahlgehäuse, geriffelter Rand und 15 mm Bauhöhe.
  • Pioneer TachyTele: Automatisches Chronographen-Werk HAN3703 mit asymmetrischer Anordnung. Beiges Blatt mir rotem Telemeter-Skala und Tachymeter im Zentrum. 40 mm Edelstahlgehäuse, 15 mm Bauhöhe und geriffelter Rand.
  • Pioneer Preventor9: Automatikuhr ohne Chronograph mit Werk HAN4112 und kleiner Sekunde bei 9 Uhr. 40 mm Edelstahlgehäuse mit 12,15 mm Höhe.
  • Pioneer Stealth 1882: Limitierte Edition mit auto. Chronographenwerk HAN4312. Komplett schwarze Herrenuhr. Lederarmband mit Unterband aus Kalbsleder und Skalen für Tachy- und Telemeter.

Racemaster Kollektion

Wie der Name der Kollektion schon verrät, widmet sich die Hanhart RACEMASTER Kollektion dem Motorsport und knüpft vor allem eine Verbindung zu den 60er und 70er Jahren. Das Design der Uhren lässt sich diese Verbindung erkennen: Die farbliche Gestaltung des Ziffernblatts greift mit dem anthrazitfarbenem Zentrum und seinen leuchtend roten Zeigern legendäre Farben der Rennwagen aus diesen Jahren auf. Der Kontrast zwischen diesen beiden Farben ist ein absoluter Blickfang, der durch einen Miniaturring eingefasst wird. Je nach Modell variiert die Farbe des Rings:

  • Racemaster GT: weißer Ring
  • Racemaster GMT: hellblauer Ring
  • Racemaster GTF: oranger Ring

Große Strapazierfähigkeit zeigt sich in dem verwendetem Material für das Gehäuse: 100 fach kratzfester Gehäusestahl HDSPro®. Die Rückseite befindet sich der geschlossene Gehäuseboden, der mit zwei eingravierten gekreuzten Start- und Zielflaggen versehen ist. Das 45 mm Gehäuse hat eine Bauhöhe von 16 mm in dem ein automatisches Chronographenwerk HAN4011 tickt. Natürlich findest du bei der Hanhart Racemaster die biocompaxe Anordnung der Totalisatoren, den traditionellen roten Drücker sowie den großen Abstand zwischen Krone und oberem Drücker.

Primus Kollektion

Die Hanhart Primus Kollektion basiert auf dem historischen Chronographen und interpretiert dieses klassische Modell neu. Diese einzigartige Kollektion vereint historische Elemente mit fortschrittlicher Technik und hochwertigem Design. Die Kollektion besteht aus drei Modellen:

  • Primus Diver: Blau-silberne Taucheruhr mit breiter Drehlünette mit blauem Inlett, druckfest bis 30 bar, Kautschuk-Armband mit Faltschließe.
  • Primus Pilot: Schwarz-silberner Chronograph mit Kalbslederarmband, kannelierte Lünette und dem typischen Fliegeruhren-Design mit großen Indizes und Zeigern.
  • Primus Racer: Silberner Chronograph mit roten und silbernen Zeigern und Indizes und schwarzes Kalbslederarmband mit Faltschließe.

Alle Modelle haben ein 44 mm Edelstahlgehäuse, 15 mm Höhe und eine kannelierte Lünette. Die mit Aluminium eloxierte Schließe hat eine rote Markierung. Das Zifferblatt mit der bicompaxen Anordnung wird durch ein bombiertes und entspiegeltes Saphirglas geschützt. Die Super-Luminova Beschichtung sorgt für beste Ablesbarkeit auf den Zeigern und Indizes. Diese Modelle repräsentieren die Kernkompetenz der Marke, die in der Anfertigung von Präzisionszeitmessern für die Verwendung in der Luft, auf dem Land und zu Wasser besteht. Hierbei ist die das Pilot Modell ganz nach dem Vorbild der legendären Fliegeruhr gefertigt, das Racer Modell steht für die langjährige Handstoppuhrentradition, die bei bekannten Autorennen eingesetzt wird.

Geschichte von Hanhart

Die deutsch-schweizerische Uhrenmarke Hanhard ist für die Herstellung von mechanischen Uhren und Stoppuhren bekannt. Ihren Ursprung hat die Firma in der Gründung der Uhrenmanufaktur im Jahre 1882 durch Adolf Hanhart. Der Schweizer gründet die Manufaktur im Kanton Thurgau, in Diessenhofen, verlagert sie dann jedoch zwanzig Jahre später wegen Mangels an Uhrmachern nach Schwenningen in den Schwarzwald. Mit seiner Volljährigkeit tritt dann Hanharts Sohn Wilhelm Julius Hanhart im Jahre 1920 in den Betrieb ein. Vier Jahre später erfährt der Betrieb einen beachtlichen Aufstieg durch das Herausbringen der weltweit ersten bezahlbaren Stoppuhr durch Wilhelm Julius Hanhart. Weitere zwei Jahre darauf erweitert die Firma die Produktionspalette um Taschen- und Armbanduhren.

Neuausrichtung und Erweiterung

Nach dem Tod von Adolf Hanhart 1932 macht sich das Einzelhandelsgeschäft die Neuausrichtung zur Aufgabe, die zu großem Erfolg führt. Im Jahre 1934 wird die Firma um einen weiteren Betrieb in Gütenbach erweitert, der bis heute besteht. Im Jahre 1938 wird der erste Eindrücker-Chronograph Kaliber 40 von Hanhart entwickelt, dessen Replika auch heute noch unter dem Namen Pioneer Mk I äußerst beliebt ist. Hier erscheint erstmals der rote Drücker- das Markenzeichen der Hanhart Eindrücker-Chronographen. Bis 1939 steigt die Zahl der Mitarbeiter auf 200 Personen. In diesem Jahr wird der Eindrücker-Chronograph an die Luftwaffe und die Marine ausgegeben, denn durch die Genauigkeit der Uhren erfreuen sie sich bei den Piloten im Zweiten Weltkrieg Beliebtheit. Die Fliegeruhren der Firma entwickeln sich zu ihrem Hauptprodukt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Während der Entnazifizierung geht Hanhart in die Schweiz, um danach nach Baden-Württemberg zurückzukehren. Er arbeitet für die französische und nach 1955 auch für die wiedergegründete deutsche Luftwaffe sowie die Bundesmarine. Zum damaligen Zeitpunkt ist Hanhart der alleinige Lieferant für Uhren der jungen Bundeswehr. In den 50er Jahren entwickelt sich der Stoppuhrenbereich zum europäischen Marktführer, der Verkauf von Präzisionsuhren wird ausgedehnt auf weitere Luftwaffen in Westeuropa. Bis 1962 entwickelt sich Hanhart zum führenden Hersteller von mechanischen Stoppuhren.

Mit dem Verdrängen der mechanischen Uhrwerke durch elektronische Zeitmesser rückt auch die Herstellung der Quarzuhren immer mehr in den Vordergrund. In den 80er Jahren behauptet sich das Unternehmen zunächst gegen den Billigmarkt aus Japan mit dem Erhalt des iF Deign Awards, doch auch das rettet Hanhart nicht vor rückläufigen Geschäften, so dass er das Unternehmen 1992 an seinen Schwiegersohn Klaus Eble verkauft. Dieser treibt die Firma zu neuem Aufschwung und konzentriert sich auf die Herstellung hochwertiger Uhren und die Neuauflage der beliebten Armbandfliegeruhr aus dem Jahre 1939 und des Eindrücker-Chronographen. Seit 2008 ist die Hanhart AG wieder in ihrem Gründungsort tätig. Die neue Chronographenkollektion Primus entsteht, die nach dem Erfolgsmodell aus dem Jahre 1938 benannt ist und auf der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld gezeigt wird. 2014 wird das Chronographengeschäft vollständig nach Deutschland übertragen, da die Hanhart AG an einen Investor veräußert wird. Nach Anmeldung der Insolvenz führt schließlich die neu gegründete Hanhart 1882 GmbH das Uhrengeschäft weiter.

Weiterführende Links

Anschrift

Hanhart 1882 GmbH
Hauptstrasse 33
78148 Gütenbach

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